Urtümliches
Aussehen und moderner Wärmeschutz
Ein
Blockhaus besteht aus aufeinander gestapelten
Blockbohlen – je nach Typ mit Rundhölzern
oder rechteckigen Kanthölzern. Für die
„Statik“ eines Blockbohlenbaues sind die
unterschiedlichen Verkämmungen und
Verblattungen unerlässlich. In diesen
Kreuzungspunkten werden die Wände
untereinander stabilisiert und durch diese
schubfesten Verbindungen auch ausreichend
gegen Wind ausgesteift. Letztendlich ist es
die Tragkonstruktion die hier den wesentlichen
Aspekt für das charakteristische
Erscheinungsbild des Wohnhauses mit sich
bringt.
Blockhaus
Das
Blockhaus ist ein Holzgebäude, das aus
einzelnen, übereinander liegenden
Blockhausbohlen errichtet wird. Diese
Blockbohlen können aus Rundstämmen, massiven
Vierkanthölzern oder mehrschichtig verleimten
Einzellamellen bestehen, diese nennt man dann
Lamellenblockbohlen. Beim Bau eines
Blockhauses unterscheidet man verschiedene
Techniken in der Vorbereitung der Bohlen, in
ihrer Schichtung, in der Ausführung der Ecken
und der Einbindung der Innenwände. Des
weiteren variiert die Verwendung von Ständern
in langen Wänden oder an Fenstern und Türen,
die Längsverbindung von Blockbohlen und die
Aufsattelung der Sparren. Wurden bei den
ersten Blockhäusern zwischen die einzelnen
Blockbohlen Moos oder andere Dämmstoffe
gelegt, werden heute moderne winddichte und
regenschlagsichere Blockhausdichtbänder
verwendet. Eine einschalige bauweise ist für
die heute vorgeschriebenen EnEV
Energieeinsparverordnung völlig ausreichend.
Eine zweischalige Wandkonstruktion mit Wärmedämmung
ist dagegen nur in den meisten Schweizer
Kantone erforderlich.
Blockhäuser
Die
Zeiten, in denen Blockhäuser als primitive
Behausungen ohne Komfort galten, sind vorbei.
Heute werden bei der Konstruktion und zum
Aufbau moderner Blockhäuser zeitgemäße Möglichkeiten
eingesetzt. Dies verschafft nicht nur
zeitliche Vorteile, sondern ist auch aus
gesundheitlicher und finanzieller Sicht sehr
attraktiv. Auch Ferienhäuser, Chalets oder
Vereinsheime werden aus Kostengründen und
aufgrund der heimeligen Atmosphäre gerne aus
Blockbohlen errichtet. Da für Blockhäuser
der Naturbaustoff Holz verwendet wird, bringt
dieser all seine Vorteile in den Hausbau ein.
In heutigen Wohnblockhäusern wird neben dem
Baustoff auch viel Wert auf eine ökologische
Haustechnik gelegt, um die natürlichen und
kostenlos zur Verfügung stehenden Ressourcen
zu nutzen und um teure, fossile Energieträger
zu schonen. In Deutschland sind Blockhäuser
aus massiven Blockbohlen noch relativ selten
– die meisten sind in Nordamerika und
Skandinavien zu finden. In diesen Ländern
haben Holzhäuser bereits eine lange
Tradition. Die exklusiven Blockhäuser von
Lappina vereinen natürliche Baustoffe und
eine wohngesunde Atmosphäre.
Wohnblockhäuser
Der
Begriff "Wohnblockhäuser" steht für
nichts anderes, als für den Typ der Blockhäuser,
der durch seine Größe und Ausstattung dafür
geeignet ist, als Wohnhaus Verwendung zu
finden. Während als "Blockhaus"
sowohl ein Holzhaus zum Wohnen als auch ein
Gartenhaus verstanden werden kann, kann durch
die Verwendung des Begriffs
"Wohnblockhaus" nur ein Wohnhaus in
Blockbauweise gemeint sein. Viele Bauherren,
die auf der Suche nach einem Blockhausanbieter
sind, der nur Wohnhäuser erstellt, verwenden
daher meist das Suchwort Wohnblockhäuser. Als
Regel kann man Wandstärken von Blockbohlen
wie folgt einstufen: Wandstärken von 40 bis
70mm sind geeignet für Gartenhäuser oder Hütten
Wandstärken von 70 bis 100mm sind geeignet für
Ferienhäuser, Vereinshäuser, Garagen. Wandstärken
von 100 bis 180mm sind für Wohnblockhäuser
mit zweischaliger Bauweise geeignet Tipp!
unter 100mm sollte man kein Wohnblockhaus
realisieren! siehe auch unser Infobrief!
Blockhome!!! Wandstärken von 180 bis 270mm
sind für exklusive Wohnblockhäuser bestens
geeignet. Auch hier gilt Masse ist durch
nichts zu ersetzen! Wohnkomfort, Optik und
Lebensdauer sind bei großen Dimensionen um
ein vielfaches besser! Viele Anbieter haben
als Außenblock 67mm,70mm oder 88mm und
empfehlen dies als Blockbohle für ein
Wohnblockhaus. Wenn damit auch noch ein mehrstöckiges
Blockhaus realisiert werden soll, dann wird es
wirklich abenteuerlich! Lesen Sie dazu die
Mindestanforderung an Wohnblockhäuser in der
Fachzeitschrift Blockhome! mehr dazu in
unserem Infobrief!
Bausatzhaus
Der
Begriff Bausatzhaus bezeichnet in der Regel
einen Hausbausatz von einem Blockhaus. Dabei
werden dem Bauherren die kompletten
vorgefertigten Bauteile für das Blockhaus an
der Baustelle angeliefert und das Haus wird in
Eigenregie aufgebaut. Da die Holzhaus-Bausätze
relativ leicht aufzubauen sind, spart man
durch die Eigenleistung viel Arbeitszeit von
Arbeitsnehmern des Hausbauunternehmens. Viel
Zeit benötigt man für den Hausbau allerdings
dennoch, denn man muss mit neun bis zwölf
Monaten (etwa 1.000 Arbeitsstunden) Bauzeit
rechnen, bis aus dem angelieferten Baumaterial
das bezugsfertige Haus entstanden ist. Für
handwerklich geschickter Bauherren bietet sich
jedoch eine gute Sparmöglichkeit, denn alle Häuser
von Lappina sind auch als Bausatzhaus
lieferbar.
Abbundpläne
– Sie zeigen die
einzelnen Holzbauteile mit exakter
Abschnittsgeometrie, Ausnehmungen, Bohrungen
und mit allen für die Bearbeitung notwendigen
Maßangaben einschließlich evtl.
erforderlicher Überhöhung oder anderer
Besonderheiten. Mit Hilfe dieser Pläne macht
der Zimmermann den Aufriss, oder er fertigt
Schablonen an, wenn es sich um größere Stückzahlen
handelt. Grundlagen für die Abbundpläne sind
die Ausführungspläne des Architekten und die
Konstruktionspläne des Ingenieurs.
Ankerschienen
– Als
Verbindungselement zwischen Holzkonstruktion
und Beton eignen sich Halfenschienen mit
Ankerschrauben. Auch hier können
Bautoleranzen ohne weiteres aufgenommen
werden. Blockhaus Auflager – Auflager von
Balken auf Nebenträger in eingefräste
Taschen, Zapfenlöcher oder angenagelte Latten
müssen für die Durchlaufwirkung mit
Zuglaschen versehen werden und sind einfach
herzustellen. Kantenpressung wird dabei
vermieden und die Brandwiderstandsdauer
wesentlich erhöht. Um die zulässigen
Querpressungen einzuhalten, sind Auflager von
Balken auf Stützen einfach mit Zwischenstücken
aus Hartholz oder vergüteten bzw. verleimten
Furnierholzplatten zu erweitern.
Ausschreibungspläne
– Ist eine vorgezogene Ausschreibung
vorgesehen, empfiehlt es sich die
Holzkonstruktion in einem Ausschreibungsplan
mit Angabe von Tragsystem, Abmessungen und
prinzipiellen Details darzustellen. Der
Anbieter soll mit Hilfe solcher Pläne über
die Konstruktionsart und den
Schwierigkeitsgrad für die Fertigung, den
Transport und die Montage informiert werden.
Bau-Furniersperrholz
- entsteht durch
kreuzweises Anordnen und Verkleben
getrockneter Furniere. Die Furniere müssen
symmetrisch zur Mittelebene angeordnet werden.
Die Mehrzahl der Furniersperrhölzer hat eine
ungerade Anzahl Furnierlagen (mindestens
drei). Ab fünf Lagen und Dicken über 12mm
wird es auch als Multiplexplatte bezeichnet.
Anwendung u.a. als mittragende aussteifende
Beplankung von Wänden, Decken und Dächern.
Baum – Die Pflanze Baum bildet das feste und
tragfähige Gewebe Holz mit zahlreichen
technisch vorteilhaften Eigenschaften. Sie ist
ein natürlicher Organismus und zeichnet sich
durch eine große Artenvielfalt mit
unterschiedlichen Qualitäten aus. Bäume
haben drei Organe, Wurzeln, Sprossachse
(Stamm, Äste und Zweige) und Blätter und
Nadeln. Im Bauwesen wird hauptsächlich das
Holz aus dem Stamm verwendet.
Bauschnittholz
- wird durch Einschneiden oder Profilieren aus
Rundholz gewonnen.
Blattverbindungen
– Verbindungen wie Verblattung und Überblattung
sind in erster Linie konstruktive Verbindungen
mit hohen Querschnittsschwächungen und
geringer Belastbarkeit, lassen sich jedoch
deshalb z.B. im Dachausbau oder im
Holzskelettbau verwenden. Bei sichtbar
belassene Konstruktionen historischer Bauten
der letzten Jahrhunderte und der
Rekonstruktion von historischen Bauten ist die
traditionelle Verbindungstechnik noch im
Gebrauch. Blockhaus Brandschutz - um die
Entstehung und Ausbreitung von Bränden zu
vermeiden gibt es Brandschutzanforderungen,
die in den Landesbauordnungen enthalten sind
und weitgehend in allen Bundesländern übereinstimmen.
Danach müssen bauliche Anlagen so beschaffen
sein, dass die Entstehung eines Brandes
verhindert wird, der Ausbreitung von Feuer und
Rauch vorgebeugt, die Rettung von Menschen und
Tieren gewährleistet ist und wirksame Löscharbeiten
bei einem Brand ermöglicht werden.
Blockhäuser
sind eine exclusive Form von Holzhäusern. An
dieser Stelle möchten wir Artikel und
Definitionen von Fachbegriffen aufführen, die
mit dem Bereich Blockhausbau zu tun haben.
Auch Bauweisen, die für Konstruktionen im
Blockhaus genutzt werden, sollen hier erläutert
werden.
Brandschutzkonzepte
– Die Musterbauordnungen und die
Landesbauordnungen geben für Gebäude ein
Brandschutzkonzept vor, in dem für tragende
Bauteile, Decken, Dächer, Wände etc., präzise
Anforderungen an die in den Oberflächen zu
verwendenden Baustoffe und die Feuerwiderstände
der Bauteile gestellt werden. Bestandteil
eines solchen Konzepts ist v.a. das
projektbezogene Gesamtsystem der Brandschutzmaßnahmen.
Dazu gehören u.a. die Verwendung von Brand-
und Rauchmeldern, Mindestabstandsfläche der
Gebäude untereinander, Rettungs- und
Fluchtwegekonzepte, die Zuwegung und
Anleitbarkeit durch die Feuerwehren und der
Einsatz von Sprinkleranlagen. Brettschichtholz
(BSH) – vergütetes Vollholz, bei dem der
festigkeitsmindernde Einfluss der
wachstumsbedingten Holzfehler bis zu einem
gewissen Grad aufgehoben wird. Es besteht aus
mindestens drei faserparallel miteinander
verklebten, getrockneten Brettern oder
Brettlamellen aus Nadelholz. Neben einfachen,
geraden Bauteilen sind Formen mit variablem
Querschnitt und/oder einfacher bzw. doppelter
Krümmung sowie Drehung in Längsachse möglich.
Brettschichtholz-Abmessungen
– Breiten und Höhen von
Brettschichtholzquerschnitten sind durch die
Größe der Hobelmaschine begrenzt. Die Länge
der Brettschichtträger ist vom Transport abhängig.
Gerade Träger können bei günstigem Straßenverlauf
zwischen Herstellungs- und Montageort bis zu
60m lang transportiert werden. Bei gekrümmten
Trägern ist die Transport- bzw. Stichhöhe
von der Straßenbreite und der Durchfahrtshöhe
abhängig. Sie sind auf 4,2m für
Normaltransport und zwischen 4,8m und 6m für
Sondertransporte begrenzt. Die Trägerhöhe
sollt auf 2m begrenzt sein, um hohe
Spannungsspitzen im Zugbereich zu vermeiden.
Ansichtform – Die Stützen sind in der
Ansicht unterschiedlich formbar und können über
die Höhe variiert werden, um sich den
statischen Anforderungen anzupassen. Die
Herstellung, d.h. die Verleimung und Abbund
sind mit besonderer Sorgfalt auszuführen.
Anschnitte von Holzfasern sind zu vermeiden
oder mit Decklamellen zu schützen.
Schutzanstrich – Bauteile aus
Brettschichtholz, die im Innenraum sichtbar
bleiben, benötigen nach heutigen
Erkenntnissen keinen chemischen Holzschutz.
Sind sie der Witterung unmittelbar ausgesetzt,
was möglichst zu vermeiden ist, so ist ein
sorgfältiger chemischer Holzschutz
erforderlich, der nach dem Auftreten der
unvermeidlichen Schwindrisse zu wiederholen
ist.
CAD-Darstellung
– Die Freiheit in der Gestaltung der
Tragwerksgeometrie ist groß. Deswegen ist der
frühe Einsatz von Computer Aided Design (CAD)
sinnvoll. Räumliche Darstellungen sind für
den Holzbau eine Grundvoraussetzung, sowohl für
den Architekten als auch für den Ingenieur.
Dies bedingt 3D Programme, welche nicht nur
Zeichengeräte, sondern Hilfsmittel des
konstruierenden Ingenieurs sind. Mit ihnen
sind Varianten und die Koppelung mit
Statikprogrammen bis zur Simulation von
Innenraum und Farbgebung möglich. Die
grafische Datenverarbeitung vereinfacht im
Ingenieurholzbau das Erfassen und Modellieren
geometrischer Strukturen für
Festigkeitsanalysen sowie numerische
Berechnungen. Vor allem die Variation der
statischen Systeme im grafischen Dialog
beschleunigt die Optimierungsprozesse
wesentlich. Das Ziel der CAD-Anwendung ist,
das gesamte Tragwerk räumlich zu definieren
und auf der Grundlage der so entwickelten
Daten die Konstruktionsplanung zu erstellen.
Das Datenpaket kann anschließend an das ausführende
Unternehmen übermittelt werden, für die
Anfertigung von Werkstattzeichnungen und die
Steuerung von automatisierten Abbundanlagen.
Dübel-Blechverbindungen
– Vorteilhaft einsetzbar sind halbseitige Dübel
mit Blechlaschen für Zugstöße und
Einspannungen. Dabei sind auf der Baustelle
die entsprechenden Bolzen zu setzen. Die Dübel
werden bereits in die Ausfräsungen im Betrieb
eingesetzt. Blockhaus Duo- /Trio-Balken –
bestehen aus zwei bzw. drei flachseitig,
faserparallel miteinander verklebten Bohlen
oder Kanthölzern. Sie werden wie
Nadelschnittholz verwendet und eignen sich
aufgrund ihrer hohen Formstabilität und der
niedrigen Holzfeuchte besonders für den
Holzhausbau.
Elastomere-
oder Gleitlager
– Die im Brückenbau
geläufigen Lager sind auch im Holzbau
geeignet, wenn hohe Auflagerkräfte übertragen
werden sollen. Verdrehungen können sich dabei
frei einstellen und hohe Kantenpressungen
werden vermieden. Bei Gleitlagern ist eine
Teflonbeschichtung vorzusehen. Elastomere
Lager sind bei Stützen mit großen Lasten zu
empfehlen, um die Last zu zentrieren und
Spannungsspitzen zu vermeiden. Beim Bemessen
sind nicht nur zulässige Spannungen
nachzuweisen, sondern auch zulässige
Verformungen wie z.B. Verdrehungen oder
Verschiebungen zu beachten. Blockhaus
Energieeinsparverordnung
(EnEv) –
Bei Wohngebäuden wird der Heizenergiebedarf
unter Berücksichtigung des Warmwasserwärmebedarfs
sowie der Einbeziehung der Anlagentechnik für
Heizung und Warmwasserbereitung ausgewiesen.
Diese Größe kann mit dem tatsächlichen
Verbrauch verglichen werden. Sie stellt somit
eine Kennzeichnung für die energetische
Qualität des Gebäudes dar. Neben
Anforderungen an den Primärenergiebedarf
werden auch Bedingungen an die Gebäudedichtheit,
den Mindestluftwechsel, den Mindestwärmeschutz,
Wärmebrücken, Maßnahmen im Gebäudebestand
und die technische Gebäudeausrüstung
gestellt.
Flachpressplatten,
Spanplatten (FP)
– werden häufig
als Dach-, Wand- und Deckenelemente verwendet.
Die Dicke reicht von 5 bis 100 mm, bei Röhrenspanplatten
bis zu 120 mm. Sie können als dauerbelastetes
statisches Material eingesetzt werden, wenn
bei der Bemessung das Kriechverhalten berücksichtigt
wird. Furnierschichtholz – Bei der
schichtweisen Verleimung von bis zu 3 mm
dicken Furnieren entstehen Platten mit hohen
Festigkeiten. Die Furnierplatten werden in
gleichlaufenden Faserrichtungen verleimt. Die
Stöße sind lediglich überlappt. Einzelne
Querlagen zur Stabilisierung und zur Erhöhung
der Quersteifigkeit sind möglich. Sie sind
sehr gut geeignet für höher beanspruchte
Teile von Tragwerken und zur Verstärkung von
tragenden Holzbauteilen.
Gerüst-
und Bauklammern
– gehören zu den traditionellen
Holzverbindungsmitteln, die zur Übertragung
von geringen Kräften und zur Lagersicherung
geeignet sind. Man benützt sie heute
vorwiegend im Gerüstbau und bei
Hilfskonstruktionen. Gipsfaserplatten –
werden aus Gips und Papierfasern hergestellt.
Die Papierfasern werden im Recyclingverfahren
gewonnen und dienen als Bewehrung. Eine
homogene Mischung beider Rohstoffe wird nach
Zugabe von Wasser und ohne weitere Bindemittel
unter hohem Druck zu Platten gepresst,
getrocknet und auf die jeweiligen Formate
zugeschnitten. Anwendung finden sie als
nichttragende, mittragende und aussteifende
Beplankungen von Böden, Wänden und Decken.
Haupttragsysteme
– Die Anzahl
der Haupttragsysteme, die Abstände und die Stützenstellungen
ergeben sich aus der Grundrissentwicklung. Die
Gestaltung des Rasters hängt von den
Nutzungsbedingungen ab, z.B. von mobilen
Trennwänden und Belichtung. Besondere Gründungsverhältnisse
können auch eine Längstragrichtung
rechtfertigen. Runde oder polygonale
Grundrissformen führen zu radialen bzw. räumlichen
Anordnungen der Hauptträger. Gestaltete
Dachformen können oft mit verzweigten
Systemen besonders funktional und
wirtschaftlich verwirklicht werden.
Holz-Beton-Verbundquerschnitte
– Bestehende und nicht zu korrigierende
Durchbiegungen der Deckenbalken können durch
das Aufbringen einer Betonschicht ausgeglichen
werden. Dabei sollte eine Verdübelung
zwischen Holz und Beton vorgesehen werden, um
zusammen mit dem Beton eine möglichst große
Steifigkeit zu erreichen. Die Verbundwirkung
zwischen Rippen- bzw. Rippenplattenquerschnitt
mit einer mittragenden Betonplatte auf Druck
ergibt einen wirtschaftlichen Querschnitt, der
mehrere Anforderungen, wie hohe Steifigkeit,
auch gegen Schwingungen und hohe
Brandwiderstandsdauer, erfüllt.
Holzfaserplatten
– harte,
mittelharte und mitteldichte Holzfaserplatten
werden im Trockenverfahren mit Bindemitteln
oder im Nassverfahren ohne Bindemittel durch
starkes Verpressen hergestellt. Die Bindung
beruht auf der Verfilzung der Faser, sowie
deren eigene Verklebungsfähigkeit. Durch
unterschiedliche Pressdrücke,
Temperatureinwirkungen und Bindemittel können
die Eigenschaften verändert werden.
Holzfestigkeit
– Die Festigkeit von Vollholz,
Brettschichtholz, Furnierschichtholz und von
Holzwerkstoffen hängt im wesentlichen von der
Rohdichte ab. Örtliche Schwächungen können
durch Ästigkeit, Schrägfasrigkeit und
Rissebildung auftreten, sie können aber auch
fertigungsbedingt durch Keilzinkung oder Schäftung
entstehen. Die zulässigen Festigkeitswerte
sind anhand von Güteklassen den
entsprechenden Bauvorschriften zu entnehmen.
In speziellen Fällen können bei zuverlässigen
zerstörungsfreien Prüfverfahren besondere
Werte für hochbeanspruchte Bauteilen
angesetzt werden.
Holzfeuchte
– Je näher die Einbaufeuchte an der
Ausgleichsfeuchte im Bauwerk liegt, desto
geringer ist die Neigung zur Rissbildung und
Verdrehung. Die Holzfeuchte hat zudem Einfluss
auf die elastomechanischen Eigenschaften: mit
abnehmender Holzfeuchte werden die
Festigkeiten, die Elastizitäts- und
Schubmoduln der Hölzer größer.
Holz-Holz-Verbundquerschnitte
– Vorhandene Balken und anzuschließende
Querschnitte aus Vollholz, Furnierschichtholz
oder Sperrholz können mit Nagelpressleimung
zu gemeinsam tragenden Querschnitten verbunden
werden. Neuere Entwicklungen sehen die
Herstellung von plattenbalkenförmigen
Verbundquerschnitten vor. So kann z.B. eine
vorhandene Balkenanlage durch das Aufbringen
einer Sperrholz- oder Furnierschichtholzplatte
verstärkt werden.
Holzklammern
– bestehen aus verzinktem oder mit einer
Rostschutzfarbe bestrichenen, 1,2 bis 2 mm
dickem Draht, der mit einem maschinellem
Nagelungsgerät eingetrieben wird. Die
Wirkungsweise ist mit zwei dünnen Nägeln zu
vergleichen, die auf Abscheren beansprucht
werden. Holzklammern werden bei der
Befestigung von Schalungen, Latten und bei
Wandtafelelementen im Holzbau verwendet.
Holzschutz
– konstruktive und bauphysikalische Maßnahmen,
die eine problematische Veränderung des
Feuchtegehalts von Holzbauteilen oder den
Zugang von holzzerstörenden Insekten zu
verdeckten Holzbauteilen verhindern.
Problematische Feuchteänderungen sind solche,
die die Voraussetzung für die Entstehung von
holzzerstörenden Pilzen schaffen und solche,
die zu schädlichen Verformungen infolge
Quellen und Schwinden führen.
Holztafelelemente
– Ihre Herstellung erfolgt durch Verleimung
von Kanthölzern mit Furniersperr- und
Furnierschichtholzplatten. Sie können auch
durch Nagelung mit oder ohne Verleimung
verbunden werden. Die Tafelelemente werden
dabei als Hohlkasten oder als I-Träger
ausgebildet, die mit minimalem Materialaufwand
im Haus- oder Hallenbau einsetzbar sind. Sie
erreichen als Dachelement bis zu 15 m
Spannweite und dürfen als Wandelement zum
Aussteifen herangezogen werden.
Holzwerkstoffe
(HWS) – aus
zerkleinertem Holz gepresste Platten oder Stäbe.
Zu den Zerkleinerungstechniken gehören alle
bekannten Techniken wie Sägen (Bretter),
Messern und Schälen (Furniere) und Spanen und
Fasern. Verwendet werden Hölzer und
Holzprodukte vom Stammholz bis zum
fremdstofffreien Abfallholz im Rahmen des
Recycling. Die Industrie bietet eine große
Anzahl an Holzwerkstoffen, größtenteils
plattenförmig.
Holzwolleleichtbauplatten
(HWL) –
werden aus Holzwolle und mineralischen
Bindemitteln wie Zement oder kaustisch
gebranntem Magnesit hergestellt. Verwendet
werden sie aufgrund ihrer schweren
Entflammbarkeit u.a. als Brandschutz, außerdem
dienen sie als Wärme- und Schallschutz.
I-Blockhaus Lexikon Blockhaus
Illbruck-Blockhausband ist ein Kompriband das
zwischen die Blockbohlen geklebt oder genagelt
wird. Das Blockhausband passt sich dauerhaft
flexibel bei Bewegungen der Balkenlagen an,
ist schlagregendicht bis 600Pa, Winddicht mit
einem A-Wert von < =0,1 , hervorragende Wärmedämmung
des Bandes mit einem 1- Wert (Lambda) von
0,035 Isometrie – Ein wesentliches Qualitätskriterium
einer Holzkonstruktion ist ihre
Innenraumwirkung. Die räumliche Darstellung
in einer Isometrie ist bereits beim Vorentwurf
empfehlenswert, da sie nicht geübten
Planlesern die Merkmale einer Holzkonstruktion
veranschaulicht. Ebenso ist eine Isometrie für
die Ausschreibung und die Optimierung der
Fertigungstechniken in den Holzbaufirmen
vorteilhaft. Die angestrebte Qualität der
Detailausbildung wird so frühzeitig verständlich.
Kanthölzer
– sind die universellen Querschnitte, die in
jedem orthogonalen System und besonders bei
Rippen- und Skelettkonstruktionen verwendet
werden können.
Klebeverbindungen
– müssen mit besonderer Sorgfalt
hergestellt werden, da Klebefehler nachträglich
nur sehr schwer feststellbar sind. Daher müssen
die Hersteller geklebter Produkte eine
“Leimgenehmigung” besitzen und ihre
Produkte einer ständigen Eigen- und einer
regelmäßigen Fremdüberwachung unterziehen
unterwerfen.
Klimaschutz
durch Holznutzung
– Unter dem Aspekt des Klimaschutzes hat der
geschlossene CO2 Kreislauf der Holznutzung
eine wesentliche Bedeutung. Durch die Nutzung
des Holzes wird dem Wald gespeicherter
Kohlenstoff entzogen und dieser damit in die
Lage versetzt der Atmosphäre weiteres
Kohlendioxid zu entziehen. Die Nutzung von
Holz und seine Verwendung in möglichst großer
Menge und möglichst vielen Produkten führt
daher zu einem geringeren Anstieg des durch
den Menschen verursachten Treibhauseffektes.
Konstruktionsmodell
– wichtiges Arbeitsmittel zur Darstellung
der Innenraumstruktur. Es erlaubt, die
Entwurfsqualität den Entscheidungsträgern
wie Baukommissionen, Gemeinden und vor allem
dem Bauherrn in verständlicher Weise
darzustellen. An einem Konstruktionsmodell
werden Details wie spezielle Eckprobleme von
Konstruktionen sichtbar.
Konstruktionspläne
– enthalten sind alle tragenden Bauteile in
Schnitt und Ansicht mit den erforderlichen
Bemaßungen und Informationen für die
Herstellung der Holzkonstruktion. Die in der
Statik zugrunde gelegten Materialgüten und
die errechneten Bauteildimensionen einschließlich
der Größe, Anzahl und Anordnung der
Verbindungsmittel müssen angegeben werden.
Dabei sind nur prinzipiell und maximal
belastete Details bzw. Knoten darzustellen,
geringer belastete Details sind im Rahmen der
Werkstattplanung zu zeichnen.
Konstruktionsvollholz
(KVH) –
höherwertige Bauschnittholzerzeugnisse
hinsichtlich Maßhaltigkeit, Formstabilität,
reduzierter Rissbildung und Oberflächenqualität.
Verwendung findet Konstruktionsvollhölzer
u.a. als tragende Querschnitte in Decken, Wänden
und Dächern.
Kontaktstöße
– Um die Holzquerschnitte voll ausnutzen zu
können, müssen in der Regel zusätzliche
Knotenelemente vorgesehen werden. Diese
Zwischenstücke bestehen meist aus höherwertigen
Materialien als die Stäbe selbst: z.B. Stahl,
Hartholz oder vergütete Holzwerkstoffe. Sie
übernehmen die Kraftübertragung zwischen den
Stäben. Die Querschnitte von Druckstäben können
nur voll eingesetzt werden, wenn die Kontaktfläche
senkrecht zur Faser liegt. Bei schrägen
Abschnitten müssen die Druckspannungen stark
abgemindert werden. Zwischenstücke aus
Hartholz oder Furnierholz können entsprechend
dem Faserverlauf so angeordnet sein, dass sämtliche
ankommenden Stäbe senkrecht zur Faser
liegende Druckflächen aufweisen. Ideale
Kontaktflächen ergeben sich beim Verguss des
Knotens mit hochfesten schwindfreien Zement-
oder Kunstharzdispersionen. Wenn die
Zwischenstücke nicht aus Stahlelementen
bestehen, können so sehr brandfeste Knoten
hergestellt werden.
Kopfbänder
– Die wohl älteste und bewährteste Art des
Aussteifens sind Kopfbänder, die in
unterschiedlichste Form gestaltet werden können.
Beim Verwenden von nur zugfesten
Stabilisierungselementen zur Kipp- und
Knickaussteifung ist eine Vorspannung
empfehlenswert. Die Lasteinleitung im
Untergurt ist sorgfältig zu überprüfen,
sobald Pfetten in Feldmitte nochmals unterstützt
werden. Das Gleichgewicht der Horizontalkräfte
ist insbesondere in den Randfeldern
nachzuweisen.
Kreuzbalken
– bestehen aus vier viertelholzähnlichen,
faserparallel verklebten Segmenten aus
Nadelholz. Dabei wird die Außenseite der
Rundholzsegmente nach innen gewendet, so dass
im Inneren des Rechteckquerschnittes eine
zentrische, über die gesamte Länge
verlaufende Röhre entsteht. Besonders
geeignet sind sie für den Holzhausbau,
aufgrund der hohen Formstabilität und der
niedrigen Holzfeuchte.
Kreuzlagenholz
– Plattenelemente aus mehreren Brattlagen
mit 90°-Winkelverleimung werden neuerdings
durch intensiven Einsatz von Maschinen
hergestellt und finden als Dachschalungen und
Wandscheiben Anwendung. Dabei kommen große Längen
ohne Keilzinkung vorteilhaft zum Einsatz.
Lamellenblockbohlen
- sind mehrfach verleimte Blockhausbohlen
Blockhaus Duo-Lamellenblockbohlen sind zwei
(Duo) Lamellen einmal verleimt Blockhaus
Trio-Lamellenblockbohlen sind drei (Trio)
Lamellen zweimal verleimt Blockhaus
Quattro-Lamellenblockbohlen sind Vier
(Quattro) Lamellen dreifach verleimt
Laminieren von Querschnitten – Höhere Tragfähigkeiten
sind auch im Holzbau durch das nachträgliche
Laminieren tragender Bauteile mit Glasfaser-
oder sogar Kohlefasergewirken zu erreichen.
Lastdübelsysteme
– Übliche Dübelsysteme wie z.B. Hilti,
Fischer und Upat sind zum Übertragen hoher
Lasten von der Holzkonstruktion auf den Beton
geeignet. Da die Löcher in der Betonplatte
oder im Ringanker auf der Baustelle vorgebohrt
werden, können Ungenauigkeiten des Unterbaus
ausgeglichen werden.
Leimverbindungen
– Mit
dieser Technik sind praktisch unverschiebbare
Verbindungen möglich, die Tragwerke mit
optimalen Querschnittformen ermöglichen. Die
Bretter werden erst in Längsrichtung z.B.
durch eine Keilzinkleimung gestoßen. Anschließend
werden die Brettlagen untereinander verleimt,
dabei ist auf die Holzfeuchtigkeit, einen
ausreichende Leimauftrag und den Pressdruck zu
achten. Beim Herstellen von
Profilquerschnitten können die Bretter nachträglich
z.B. mit Nagelpressleimung aufgeleimt werden.
Dieses Verfahren, bei dem der Pressdruck durch
die Nagelung erfolgt, eignet sich besonders für
die örtliche Verstärkung mit
Holzwerkstoffen.
Massivholz
- Konstruktionen
– entstehen durch den Einsatz von
Brettstapel- und Brettsperrholz. Sie sind
bauphysikalisch und wirtschaftlich sehr
leistungsfähig und zeichnen sich durch
einfache Bauteilgeometrien und entsprechend
gute Fügebedingungen aus. Die Verwendung großer
Holzmengen bei gleichzeitig sehr guter
Ausnutzung des Baumstammes macht diese
Konstruktionen ökologisch interessant.
Montagepläne
– Bei großen Spannweiten wie Hallen- und Brückenkonstruktionen
sind Montagevorgänge genau zu planen.
Montagepläne mit Angaben über Bauteillasten,
erforderliche Krangrößen und Kranausladungen
sind dafür ein geeignetes Hilfsmittel. Auf
die Kennzeichnung und Vorbereitung von Anhängepunkten
am Holzbauteil, sowie auf die während der
Montage erforderliche Versteifung von
schlanken Trägern oder Fachwerken ist zu
achten. Weiter sind Abspannungen und
Windsogsicherungen für die Bauzeit bis zur
Montage der Aussteifungskonstruktion und der
Fassaden wichtige Themen.
Nagelplatten
– Gestanzte Nagelplatten, die von Maschinen
aufgepresst werden, ermöglichen die
industrielle Herstellung von
Nagelplattenbindern. Es lassen sich auf diese
Weise zug- und druckfeste Anschlüsse
einteiliger Holzquerschnitte herstellen. Die
Nagelplatten bestehen aus 1 bis 2 mm dickem
Stahlblech. Die nagel- oder krallenförmigen
Ausstanzungen werden in die Holzoberfläche
gepresst. Eine Überdeckung der Holzteile in
den Knoten ist nicht erforderlich, wodurch
Holz eingespart wird. Die auf die Anschlussfläche
bezogene übertragbare Kraft ist infolge der
Vielzahl der Zinken größer als bei üblichen
Nagelverbindungen.
Nebentragsysteme
– gestalten sowohl die Dachform, wie auch
die Innenraumstruktur. Ihr statisches System
wird von Lage und Art der Auflager bestimmt,
von der Anzahl und der Verknüpfung selbstständiger
Trageinheiten sowie von der Form der
Trageeinheiten. Bei Nebenträgern spielen
Spannweite und Lichtraum eine geringere Rolle
als bei Hauptträgern. Geschickt gewählte
Nebentragsysteme erzeugen bei geringer
Spannweite Dachreliefs, erfüllen
Stabilisierungsaufgaben und tragen wesentlich
zur Gestaltung des Innenraums bei. In strebenförmiger
Anordnung ergibt sich eine Vielzahl von
statisch günstigen und gestalterisch
interessanten Lösungen. Dazu gehören Kopfbänder
und Strebenbündel, die bei räumlicher
Anordnung schirm- oder pilzförmige Strukturen
erzeugen können.
Niedrigenergiehäuser
– Verlustreduzierende Elemente sind alle Maßnahmen
zur Reduzierung der Transmissions- und Lüftungswärmeverluste
sowie auch der Umwandlungs-, Verteilungs- und
Stillstandsverluste bei der Wärmeerzeugung.
Wesentliche Elemente sind hierbei Außenbauteile
mit kleinen Wärmedurchgangskoeffizienten und
Bauteilanschlüsse mit kleinen Wärmebrückenverlustkoeffizienten,
eine weitgehend luftdichte Gebäudehülle und
eine dem Bedarf angepasste Lüftung mit Wärmerückgewinnung
sowie eine Anlagentechnik mit möglichst hohem
Jahresnutzungsgrad. Gebäudetyp –
Einfamilienhäuser können freistehend oder im
Verbund mit anderen Gebäuden erstellt werden.
Gegenüber dem freistehenden Haus führt das
Reihenmittelhaus zu einer Bedarfsminderung von
12 kWh/(m2a). Wärmeschutz – Der Wärmeschutz
der wärmetauschenden Hüllfläche wird
bestimmt durch den U-Wert der einzelnen
Bauteile bzw. einen Um - Wert und die
Ausbildung der Anschlüsse hinsichtlich Wärmebrückenwirkung
und Dichtigkeit. Eine Erhöhung des Um -
Wertes um 0,12W/(m2K) entspricht einem Anstieg
des Heizwärmebedarfs von 20kWh/(m2a). Wärme
– Wegen seines porigen Aufbaus weist das
mitteleuropäische Bauholz mit seinen
mittleren Rohdichten sehr gute Wärmedämmeigenschaften
auf. Die Volumenänderung von Holz unter Wärmeeinfluss
ist äußerst gering und spielt in der Praxis
nur in sehr außergewöhnlichen Fällen eine
Rolle.
O-
Ökobilanzierung –
Eine geeignete Methode zur Beurteilung und
Bewertung von Umweltwirkungen im Bauwesen ist
die Erstellung von sog. Ökobilanzen. In
produktbezogenen Ökobilanzen soll der gesamte
Lebensweg von Produkten von der
Rohstoffgewinnung über die Produktherstellung
und die Nutzung des Produktes bis hin zur
Entsorgung oder Rückführung in Kreisläufe
betrachtet und über den gesamten Lebensweg
die Wirkung auf die Umwelt und die natürlichen
Lebensgrundlage ermittelt und bewertet werden.
OSB-Flachpressplatte
(Oriented Strand Board)
– Die
Herstellung erfolgt durch verkleben größerer
Späne (Strands). Die sog. Lang- oder Flachspäne
liegen in den Deckschichten überwiegend in
Richtung der Plattenlängsseite
(Fertigungsrichtung) und in der Mittelschicht
quer dazu. OSB-Flachpressplatten haben in Abhängigkeit
zur Richtung der Späne deutlich
unterschiedliche Festigkeitseigenschaften.
Parallel zur vorwiegenden Spänerichtung
werden sehr hohe Festigkeitswerte erreicht.
Passbolzen
– werden
entsprechend dem Stabdübel in vorgebohrte Löcher
eingetrieben, allerdings ist hier der
Lochdurchmesser größer. Das kurze Gewinde am
Bolzenende dient zusammen mit Unterlegscheibe
und Mutter der Lagesicherung des Bolzens und
der Bauteile. Bolzenverbindungen können nur für
konstruktive Lagesicherungen oder mit stark
reduzierten Belastungen im Vergleich zu den
Stabdübeln verwendet werden, wenn das
Verformungsverhalten auf die Gesamtverformung
des Tragwerks nur geringfügig Einfluss hat.
Profilbretter
– Gehobelte und profilierte Hölzer werden
aus Rundholz gesägt, gehobelt und gefräst.
Man unterscheidet zwischen gespundeten, Fase-,
Stülpschalungsbrettern und Profilbrettern mit
Schattennut. Man verwendet Fichte, Tanne,
Kiefer, Lärche und Douglasie. Profilbretter
eignen sich als tragende und nicht tragende
Schalungen im Innen- und Außenbereich.
Querverbände
– Die Verbände müssen in der Lage sein,
die Abtriebslasten infolge unvermeidlicher
Fertigungs- und Montageungenauigkeiten
aufzunehmen und zugleich das Hauptsystem gegen
Kippen bzw. Knicken auszusteifen. Bei flachen
Dächern werden die Stabilisierungs- und
Aussteifungslasten über Fachwerkträger in
der Dachebene auf die Stützen bzw. auf die
seitlichen Wandverbände übertragen.
Quattro-Lamellenblockbohle
- ist eine Blockhausbohle aus vier Lamellen
dreimal verleimt
Rahmenpfetten
– Zur
Kippaussteifung von Biegeträgern in Vollwand-
oder Kastenbauweise sowie zur Knickaussteifung
von Fachwerkgurten eignen sich statisch
wirksame Rahmenpfetten. Das Lichtraumprofil
zwischen den Hauptträgern und der Dachform
wird dadurch genützt und besonders gestaltet.
Die statische Durchlaufwirkung der
Nebentragsysteme wird auf einfache Weise
erzielt und vorteilhaft verwendet.
Risse
– Risse in konstruktiven Vollholzprodukten können
auch bei sorgfältiger Produktion und Montage
nicht ausgeschlossen werden. Als Ursache
kommen Witterungseinwirkung, bauphysikalische
Einflüsse und Konstruktionsfehler in
Betracht. Im Rahmen der Festigkeitssortierung
von Vollholz gibt es Angaben zur zulässigen
Risstiefe von Kanthölzern.
Rundholz
– besteht aus Stämmen und Stammabschnitten.
Wird verwendet für Vollholzwände und
–decken, als tragende Querschnitte in
Skelettkonstruktionen, im Landschafts- und
Gartenbau, sowie im Gerüst-, Brücken- und
Grundbau.
Sanierung
von Rissen
– Am Holz können Risse oder auch Brüche
von Trägern vorkommen. Es empfiehlt sich das
Auspressen der Risse mit Epoxid-Harz. Aufgrund
der Haftung und der Festigkeit des Leims könne
Risse bis zu 5 mm Dicke geschlossen werden.
Dabei ist darauf zu achten, dass der Leim
entsprechend der bauaufsichtlichen Zulassungen
mit geeigneten Füllern gemischt wird, um
kraftschlüssige Verbindungen zu erzielen.
Schallbrücken
– immer dort vorhanden, wo Luft oder nicht
entkoppelte Schichten als Träger der
Schwingungen zur Verfügung stehen. Am
Beispiel des geöffneten bzw. geschlossene
Fensters gilt: Wo Luft geht, geht auch Schall.
Zur Vermeidung von Luftschallbrücken müssen
die Bauteile sowie ihre Anschlüsse an die
angrenzenden Bauteile luftdicht sein. Typische
Schallbrücken für den Körperschall sind
Verbindungen eines schwimmenden Estrichs mit
der Wand oder der Rohdecke.
Schallschutz
im Blockhaus Holzbau
– Schalltechnisch wird zwischen ein-, zwei-
oder mehrschaligen Bauteilen unterschieden.
Bei einschaligen Bauteilen wie z.B.
Mauerwerks- oder Stahlbetonwänden hängt die
Schalldämmung hauptsächlich von der flächenbezogenen
Masse ab: je schwerer desto besser. Damit sind
aber häufig schlechtere Wärmedämmeigenschaften
verbunden. Problematisch für den Schallschutz
sind leichte, einschalige Bauteile. Gegenüber
sog. Massivbauweisen kann der Holzbau nicht
mit großen Massen aufwarten. Statt dessen lässt
sich im Holzbau ein guter Schallschutz durch
die richtige Abordnung unterschiedlicher
Schichten erreichen.
Schallübertragung
– Es gibt zwei Arten der Schallübertragung:
Luftschall und Körperschall. Beim Luftschall
wirkt die umgebende Luft als Trägermedium.
Durch Schallquellen wie z.B. sprechende
Menschen oder Radio- und Fernsehgeräte wird
die Luft in Schwingungen versetzt. Beim Körperschall
sind feste und flüssige Stoffe Medium der Übertragung.
Durch Begehen einer Decke, Betätigen der
WC-Spülung oder Lichtschalter, werden Wand
oder Decke in Schwingungen versetzt und regen
die Luft des benachbarten Raums zum Schwingen
an. In der Baupraxis ist der Trittschallschutz
die häufigste Form des Körperschallschutzes.
Spannschlösser
– Spannschlösser oder Muffen mit
Gegengewinde gestatten die genaue Einstellung
von Rundstäben bei Windverbänden und
Unterspannungen. Montagetoleranzen und
Temperatureinwirkungen können durch
Nachspannen ausgeglichen werden. In besonderen
Fällen werden angeschweißte Klemmstäbe
angebracht.
Stabdübel
– zylindrische Stäbe, die in vorgebohrte Löcher
eingetrieben werden. Es sind hohe
Anschlusswerte und Steifigkeit zu erzielen, da
kein Lochspiel infolge Schwinden bzw. zu großen
Vorbohrdurchmesser entsteht. Nach neueren
Untersuchungen kann auf ein Versetzen der
Stabdübel gegenüber der Risslinie verzichtet
werden.
Stabdübelbauweise
– kann sowohl direkt Holzteile verbinden als
auch mit Stahlblechen zu Holzverbindungen
kombiniert werden. Eine Stabdübelverbindung
besteht aus mindestens zwei Stabdübeln. Bei
einer großen Anzahl von Stabdübeln ist es
empfehlenswert, zur seitlichen Lagersicherung
einen Stabdübel mit Gewinde, Unterlegscheibe
und Mutter vorzusehen, d.h. einen Passbolzen.
Dabei ist aber auf den geringeren Durchmesser
des Gewindes zum besseren Eintreiben in das
engere, vorgebohrte Loch des Stabdübels zu
achten. Bei der Kombination von Verbindungen
zwischen Stahlblechen und
Holz-Passbolzverbindungen sollte man im Rahmen
der Werkstattplanung Vorsorge treffen, dass
die Bleche nicht in Bereichen von Gewinden
liegen.
Stegträger
– Stege aus mehreren Brettlagen, die
gekreuzt miteinander verleimt sind, wurden für
die Herstellung von Profilträgern entwickelt.
Diese Bauweise hat man wegen zu hohen
Lohnkosten zu Gunsten von Brettschichtträgern
aufgegeben. Systemträger, wie z.B. Kämpf-,
Wolf-, und Poppensieker-Träger wurden
weitgehend von den ursprünglich aus Amerika
kommenden TJI-Trägern verdrängt. In einen
genuteten Ober- und Untergurt aus
Furnierstreifenholz wird ein dünner Steg aus
einer OSB-Platte unter hohem Druck eingeleimt.
Berechnung, Ausbildung und Herstellung
unterliegen bauaufsichtlichen Zulassungen.
Tertiärtragsysteme
– Für die Auswahl von geeigneten Dachhautträgern,
wie Z.B. von Schalungen, Platten aus
Holzwerkstoffen, Massivholzelementen bis hin
zu Trapezblechen, sind hauptsächlich die
Kriterien der Akustik, der Wärmedämmung und
des Brandschutzes von Bedeutung, aber auch ästhetische
bzw. strukturgestalterische Gesichtspunkte.
U-Übersichtspläne
– Diese Pläne dienen zur Lokalisierung von
Bauteilen und Details. Im Rahmen der
Zusammenarbeit von Architekt und Ingenieur
werden mit ihrer Hilfe die Lage von Bauteilen
geklärt. Außerdem werden sie für die
Fertigung und Montage verwendet. Positionspläne
bauen auf dem Bauwerksraster mit verbindlichen
Achsmassen auf. Als Anlage zur prüffähigen
statischen Berechnung enthalten sie die
Angaben der statischen Positionen, die
Tragwerksabmessungen und die Verkehrslasten
sowie Art und Güte der Baustoffe.
Verpressdübel
– werden in
vorgebohrte Löcher eingelassen und anschließend
verpresst, eignen sich zum Übertragen hoher
Lasten. Es können sowohl Druck-, als auch
Zug- und Querkräfte aufgenommen werden, so
dass biegfeste Stöße ohne Querschnittsvergrößerung
möglich sind. Durch Verstärken der
Auflagerpunkte mit Verpressdübeln könne hohe
Lasten in konzentrierter Form abgegeben
werden. Durch das Verpressen werden hohe
Passgenauigkeiten erzielt, so dass die
Blockhaus Tragwerksgeometrie zwangsläufig
eingehalten wird.
Versätze
– Für Druckanschlüsse ist heute noch der
Versatz die meist verwendete Verbindung ohne
hohen Stahlaufwand. Man unterscheidet
Stirnversatz als einfach Ausbildung,
Fersenversatz und doppelten Versatz.
Insbesondere mit Hartholzsattelstücken können
relativ hohe Kräfte übertragen werden. Die
Genauigkeit der Verarbeitung ist jedoch die
Grundvoraussetzung, um die Kraftübertragung
einwandfrei und ohne hohen Verformungen zu ermöglichen.
Versätze könne auch in großem Maßstab in
Brettschichtholz ausgeführt werden. Die Lage
der Versätze ist mit Bolzen oder Schrauben zu
sichern. Auch hier soll die geeignete
Holzfeuchtigkeit beachtet werden; sie ist für
das Verformungsverhalten von großer
Bedeutung.
Vollholzprodukte
– Für den modernen Blockhaus Holzbau wurden
in den letzten Jahren viele neue
Vollholzprodukte entwickelt. Dabei reicht die
Palette bei den stabförmigen Hölzern vom
Rundholz bis zum Brettschichtholz. Die
Besonderheit ist die Bereitstellung von Vollhölzern
mit möglichst geringer Verfremdung des Holzes
bei gleichzeitig gesicherter Blockhaus Qualität.
Wärmebrücken
– Die Bedeutung
der Wärmebrücken nimmt mit steigendem Wärmeschutz
zu. Die EnEv schreibt vor, dass bei Einsatz
einer mechanischen Lüftungsanlage eine
Dichtheitsprüfung durchgeführt werden muss.
Mit den verhältnismäßig geringen Kosten für
eine Messung nach dem Blower-Door-Verfahren
stellt sich der Nachweis über die Einhaltung
der Dichtheitsanforderungen als wirtschaftlich
sehr günstige Option für die Verbesserung
des Blockhaus Wärmeschutzes dar.
Werkstattpläne
– Die
verbindliche Grundlage für die Ausführung
der gesamten Blockhaus Holzkonstruktion sind
die Blockhaus Werkstattzeichnungen. In der
Regel werden sie von der ausführende Firma
gefertigt, die damit auch den gedanklichen
Einstieg in die Ausführungen des Projekts
vollzieht. Fertigt eine Firma die Blockhaus
Werkstattpläne nicht, so können diese auch
als besondere Leistung nach §64 HOAI vom
Ingenieur oder Architekten erstellt werden.
X-
XXL-Lamellenblockbohle
ist eine Blockhausbohle die aus 8 Lamellen und
7 mal miteinander Verleimt wurde Z-Blockhaus
Lexikon Zementfaserplatten – die
zellstoffarmierten Kalziumsilikatplatten
bestehen aus Portlandzement, silikatischen
Zuschlagstoffen und Zellstofffasern. Sie
werden u.a. als mittragende und aussteifende
Beplankung in Wandtafeln für Häuser in
Holztafelbauart verwendet.
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